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Hilfe durch Vorsorge
und Versorgung.

Rückholung aus dem hohen Norden

STUTTGART. Ein Arbeiter verletzt sich fernab der Heimat schwer. Erst der IMH e.V. ermöglicht ihm einen schnellen und unkomplizierten Rücktransport.

Ein deutsches Unternehmen testet LKW-Bremsen unter nordischen Winterbedingungen. Die Testmannschaft von ca. 100 Leuten spult während langer, harter Arbeitstage ein anspruchsvolles Programm ab. Bei Umrüstarbeiten rutscht ein Arbeiter aus und stürzt in eine Grube. Dabei erleidet er einen komplizierten Knöchelbruch. Alles kein Problem – sollte man meinen. Es handelt sich um einen Arbeitsunfall, also wird die Berufsgenossenschaft sicher alles regeln. Es besteht auch eine Rückholversicherung bei einem namhaften deutschen Anbieter. Der verunfallte Vorarbeiter freut sich schon darauf, mit der in der schwedischen Klinik vorversorgten Verletzung nach Hause gebracht zu werden, als die Hiobsbotschaft eintrifft: Sowohl Berufsgenossenschaft, als auch Rückholversicherung berufen sich auf ihre Versicherungsbedingungen. Die Versorgung in der schwedischen Klinik erfolge nach westlichem Standard. Eine Rückholung in die Heimat sei also nicht nötig.

Der schwäbische Arbeiter, der weder Schwedisch noch gut Englisch spricht, müsse sich mit dem Gedanken abfinden, bis zu sechs Wochen in der Fremde im Krankenhaus liegen zu müssen, fernab von seiner Heimat, zwischen Leuten, deren Sprache er nicht versteht und in einem Land der dunklen Polarnacht.

Zum Glück ist der Verunfallte Mitglied beim IMH e.V. Der Verein handelt unbürokratisch, schnell und orientiert sich an den Bedürfnissen des Mitglieds. Ein Anruf und wenige Tage später sitzt er in Begleitung eines Sanitäters an Bord eines Linienfliegers, in dem die Möglichkeit der Beinhochlagerung geschaffen wurde, auf dem Weg nach Hause.

Während der üblichen Aufräumarbeiten nach einem solchen Einsatz stellte sich nach einer 6-monatigen Korrespondenz heraus, dass die Berufsgenossenschaft durchaus verpflichtet war, die Überführung zu gewährleisten. Wäre der IMH e.V. nicht gewesen, hätte unser Vorarbeiter damals in Schweden eine harte Entscheidung treffen müssen, privat die hohen Kosten für die Überführung zu übernehmen oder seine Genesungszeit in der Fremde zu verbringen.

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 Auslandsrückholung eines Mitgliedes des IMH e.V.