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Hilfe durch Vorsorge
und Versorgung.

Schnelle Hilfe im Notfall

BAD DÜRRHEIM. Sichtlich erfreut zeigte sich DRK-Bereitschaftsleiter Lothar Schmidt über die vom IMH e.V. übergebene Notfallausrüstung mit AED-Gerät zur Reanimierung bei Herzstillstand.

Der als Leitstellen-Disponent bei der Rettungsdienstgesellschaf des Kreises beschäftigte Lothar Schmidt berichtete im Gespräch über die Gründung der First-Responder-Gruppe in Bad Dürrheim im letzten Jahr. Ausgebildete DRK-Sanitäter, die in der Nähe wohnen, sind schnell vor Ort, wenn sie über die Rettungsleitstelle einen Notruf erhalten, weil jemandzu Hause oder unterwegs Herzprobleme hat.

Die First Responder (Ersthelfer) überbrücken bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz das therapiefreie Intervall zwischen dem Notfallereignis bis zum Eintreffen des Rettungswagens oder des Notarztes. Denn das kann gerade in den Abend- und Nachtstundenin Bad Dürrheim und den sechs Ortsteilen länger dauern, weil die Bad Dürrheimer Rettungswache seit dem 1. Dezember 1999 trotz Protesten aus der Bevölkerung ab 18.30 Uhr bis morgens 6.30 Uhr nicht mehr besetzt ist. Gerade bei Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen muss innerhalb von 15 Minuten erste Hilfe vor Ort sein. Seit dem 28. Januar werden bei lebensbedrohlichen Erkrankungen (internistischen Notfällen) und Einsätzen, bei denen eine Reanimation notwendig ist, die First Responder in Bad Dürrheim und Brigachtal alarmiert. Inzwischen haben sie 108 Einsätze absolviert. So werden in Bad Dürrheim, Hochemmingen und Sunthausen je vier ausgebildete Sanitäter von der Rettungswache in Villingen „angepiepst“ und sind schnell mit ihrem Gerät vor Ort.

Die Sunthauser fahren mit ihren Privat-PKW auch nach Öfingen, Biesingen und Ober- und Unterbaldingen und die Hochemminger ins nähere Umland. In Brigachtal sind drei Personen als First Responder im Einsatz. „Wir versuchen, mehr Mitbürger für diese Sache zu gewinnen“, hofft Lothar Schmidt für die Zukunft. Die hohe Anzahl der Einsätze seit Ende Januar hat die DRK-Ortsgruppe Bad Dürrheim bestärkt, einen zusätzlichen Defibrillator anzuschaffen.

Dieses bedienerfreundliche Gerät mit seiner Drei-Schritt-Bedienung und klaren Sprach- und Textanweisungen steckt in der vorderen Tasche des roten Notfall-Rucksacks. Im Rucksack enthalten ist auch eine Halskrause zur Stabilisierung bei Halswirbel-Verletzungen, ein Beatmungsbeutel, ein Set für den venösen Zugang in die Gefäße des Verletzten zur Verabreichung medizinischer Infusionen, eine Blutdruckmanschette, ein Stethoskop und ein Set Verbandsmittel.

Für den Notfalleinsatz ist ebenso ein Fingerpulsoximeter mit einer Kochsalzlösung für Infusionen schnell greifbar. Die Ortsvereine sind für die sichere medizinische Versorgung der Bevölkerung auf Spenden angewiesen. Mit dem IMH kam nach der Bitte des Bereitschaftsführers eine weitere hilfreiche Unterstützung hinzu.

Quelle: Südwestpresse

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 Übergabe einer Notfallausrüstung für First-Responder (Ersthelfer).
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