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Hilfe durch Vorsorge
und Versorgung.

Parlamentsabgeordneter und Arzt aus Russland besucht Deutschland

BAD KROZINGEN. Auf Einladung des IMH e.V. besuchte Prof. Dr. med. habil. Konstantin Ivanowitsch Poljakow den Breisgau.

Der Klinikchef ist von den medizinischen Einrichtungen unserer Region sehr beeindruckt. Dr. Konstantin Ivanowitsch Poljakow ist Direktor des Gebietsklinikums Kaliningrad mit ca. 1200 Betten, dem ehemaligen "Krankenhaus der Barmherzigkeit" in Königsberg. Er leitet die Klinik sowohl in medizinischer als auch in administrativer Hinsicht. Darüber hinaus ist er Abgeordneter der Duma (Landtag) des Kaliningrader Gebiets.

Dr. Poljakow besucht Freiburg im Anschluss an einen Besuch im Kloster Altenburg, Wetzlar, dem Heimatkloster der ehemaligen Königsberger Diakonissen, die zur "deutschen" Zeit sein Klinikum führten und es auch heute noch unterstützen.Er besucht als Gast des IMH den Breisgau. Mit dem Ehrenpräsidenten des IMH, Hans Krutein, verbindet ihn eine langjährige Freundschaft, die sich aus vielfältigen gemeinsam durchgeführten Aktionen und humanitären Maßnahmen entwickelt hat.

Das IMH hat in den letzten 15 Jahren mit zahlreichen humanitären Spenden zum Wohl der Patienten in Kaliningrad maßgeblich beigetragen. Zu den Spenden zählten zwei komplett eingerichtete Krankenwagen, ein Inkubator, rund 30 Tonnen Verbandsmaterial, Spritzen und Medikamente. Eine vorbildliche Aktion. Zu einer Zeit, als die Insulinvorrate der Sowjetunion dramatisch knapp wurden, hat das IMH die 1500 Kaliningrader Diabetiker durch Zurverfügungstellung ausreichender Tagesverbrauchseinheiten an Insulin über die Gebietsklinik zwei Monate lang versorgt. Seine spontane Hilfeleistung reduzierte das IMH erst, als die russische Versorgung knapp zwei Monate später verbessert werden konnte. Selbst die bereits im Koma liegenden Diabetiker konnten die schnelle Zurverfügungstellung von Insulin durch das IMH gerettet werden: Sie wären, wie zweifellos viele andere Leidensgenossen, an Insulinmangel gestorben. Aus dieser Zeit resultiert noch eine Sonderlandeerlaubnis für den Flughafen Chrobrovo, eine sogenannte "personal landing permit".

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